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Bad Muskau (ausw.) PDF Print E-mail
Written by Willy Kunz   
Montag, 25 Januar 2010
Weißwasser zeigt: Die Axt und der Baum - eine Geschichte für Waldliebhaber
 
Der Titel dieses Spielberichtes gibt zu erkennen, dass uns wieder einmal eine kleine Metapher den Verlauf des Auswärtsspieles in Weißwasser gegen Bad Muskau beschreiben wird.
 
Ein Theaterstück, genauer: ein Drama wird aufgeführt. Aber keine Angst - natürlich mit Happy End...
Es spielen mit: Eine große Gruppe wild entschlossener Holzfäller, ein  kleiner Wald und zwei Männer vom Umweltamt
 
Alles begann damit, dass die Holzfällerbande einmal, getarnt als eine recht robust spielende Mannschaft aus der Parkstadt, nach Dresden kam und 3:6 verlor. Das hat denen gar nicht gefallen, also dachten sie sich: Wenn es mit dem Schläger nicht klappt, nehmen wir halt die Axt!
 
Die Devils wiederum hatten ein schlechtes Spiel gegen die Jungfalken zu kompensieren und wollten unbedingt in die Play-Offs. Da sie dafür über sich hinauswachsen mussten, blieb ihnen nichts anderes übrig, als zum Baum zu werden. Jeder für sich... Es entstand also ein kleines Wäldchen.
 
Notgedrungen musste das kleine Wäldchen Samstag Abend in Weißwasser versuchen zu gedeihen. Die Holzfällerbande hat das natülich gewusst und wollte sich nun austoben, da sie Holz für den Kamin oder eben Punkte zum Erreichen der Play-Offs braucht.
 
So traf man sich pünktlich 17 Uhr und, da das Stück gerade noch so in Deutschland spielte, waren die Männer vom Umweltamt zum Aufpassen dabei.
 
Der erste von drei Akten zeigte, dass hartes Vorgehen mit dem Hackebeil so einem Wäldchen nicht gut tut und das die Aufpasser vom Amt dem Baum die Schuld geben, wenn er eine Kerbe bekommt. Frei nach dem Motto: Wärst du lieber nicht da gewachsen. In Hockeysprache würde man sagen, es stand nach 20 Minuten 2:1 für Bad Muskau und es wurde sehr hart gespielt.
Das lag aber auch unter anderem daran, dass die Bäume auf dem Eis Wurzeln schlugen.
 
Akt zwei, als Klimax der Handlung, beinhaltete die Rückkehr der Bäume. Es begann zwar mit einem Rückschlag für das Forstgewächs, doch neuer Saft drang in die Äste und das Waldgebiet wucherte zu, sodass kaum ein Durchkommen war. Der kleinste Baum (David), wohl mehr ein Strauch, schaffte es sogar ein zweites Blatt in die Waldarbeiterhütte abzuwerfen.
 
Das Finale war größtenteils von den Umweltbeauftragten geprägt. Sie erkannten plötzlich Sinn und Zweck ihrer Rolle und zeigten nun beiden Seiten die Grenzen des Handelns. Das Stück verlief daher nur schleppend aber das tat der Kurzweiligkeit nichts an, da überraschenderweise auch recht kahle Bäume aus Tschechien (Zdenek Nemec) in slawischen Regionen wieder aufblühten.
 
Gut ok, das reicht jetzt
 
Nach zwei kurz aufeinander folgenden Toren von Zdenek konnte David seinen Hattrick komplettieren. Bei einem Stand von 5:2 für Dresden  machte Muskau zudem einen Wechselfehler, weniger als zwei Minuten vor Schluss, und wurde daher einem Penalty ausgesetzt, der souverän von David Frömter (Tor 4 !!!) verwandelt wurde.
 
Eine kleine Keilerei zum Abschied entstand, als David seine Freude an der gegnerischen Spielerbank kund tat und dafür von einem der besagten Holzfäller zur Rechenschaft gezogen wurde. Dieser Sprang auf das Eis und gab David eine Rippenprellung auf den Weg.
 
Das sensationelle Ergebnis:
 
Devils 6 : 3 Bad Muskau
 
 
Strafminuten:
 
Devils 77
Bad Muskau 90
 
 
 
Willy Kunz
Last Updated ( Montag, 01 Februar 2010 )
 

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